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Hautnah! So war der Überfall in der Spielhalle
#1
Spielhallenaufsicht plante mit Gauner gemeinsamen Coup

56 Jahre ist sie alt und kein bisschen weise. Die Aufsicht einer Spielhalle in der Bonner Innenstadt machte gemeinsame Sache mit einem Räuber und wurde nun dafür zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Am 18. September 2012 fand der Überfall statt. Dass dieser fingiert sei, bestritt die Aufsicht bis zum bitteren Schluss. Doch das Schöffengericht glaubte ihr nicht. Richter Dirk Hackler sagte umissverständlich: „Es war ein gestellter Raubüberfall.“

Nun ist die Dame kein unbescholtenes Blatt mehr. Wegen Beihilfe zum Wohnungseinbruchdiebstahl war sie bereits in der Zeit nach dem Überfall verurteilt worden, weil sie ihren damaligen weitaus jüngeren und auch noch führerscheinlosen Toy Boy mit zwei Komplizen durch die Gegend kutschierte, damit die männliche Besatzung des Fahrzeugs in Häuser einsteigen konnte um ansehnliche Beute zu machen. Charakterstark wie sie nun einmal ist, verpfiff sie anschließend sowohl ihren Geliebten wie auch seine beiden Kumpel bei der Polizei um mit einer milden Strafe davon zu kommen. Ihr Vorhaben gelang. Die drei Herren landeten allerdings für mehrere Jahre im Knast.

Als geborene Darstellerin für eine Proleten Soap im Privatfernsehen behauptete sie nun vor Gericht, man hätte ihr aus Rache für Verpfeifen die Verstrickung in den Überfall auf die Spielhalle andichten wollen. Die Gage für diese klägliche schauspielerische Leistung war die Entscheidung des Gerichts, den Antrag der Staatsanwaltschaft noch um 6 Monate zu übertreffen und ihr 22 Monate aufzubrummen.

In ihrer Funktion als Aufsicht war sie in dieser Spielhalle quasi Filialleiterin. Am Tag des Überfalls holte sie morgens 7.000 € von der Bank. Entgegen den gewöhnlichen Abläufen waren es an diesem Tag fast nur Geldscheine und kaum Münzen obwohl gerade Hartgeld in einer Spielothek ständig gebraucht wird.

Der Räuber, ein Gehilfe ihres damaligen Toy Boys, kam heiter und fröhlich durch die normaler Weise verschlossene Nebentür ins Gebäude, die von der Oscar Preisträgerin brav aber zu offensichtlich offen gelassen wurde. So gesellte sich dann nach Meinung des Gerichts der Räuber zu seiner Komplizin, die gerade das Geld zählte. Wie verabredet hielt er ihr eine Pistole vors Gesicht. Immerhin schaute die Überwachungskamera zu. Sie gab ihm das Geld, legte sich wie verabredet auf den Boden und war nach eigenen Angaben vor Angst wie gelähmt. Der Zustand war so bemitleidenswert, dass sie 4 Minuten brauchte um ihre steifen Glieder wieder bewegen zu können. Mit letzter Kraft drückte sie nun doch noch heroisch den Alarmknopf, der zwar nur 1,5 Meter von ihr entfernt war aber unerreichbar erschien. Immerhin konnte sie sicher sein, dass ihr Räuber über alle Berge war.

Mit allem Drum und Dran erbeuteten die beiden 8.700 €. Der Transport war einfach, denn sie hatte morgens ja extra fast ausschließlich Scheine von der Bank geholt. Geteilt wurde, wie nicht anders zu erwarten, zu Gunsten der verurteilten Aufsicht. Sie nahm sich den Löwenanteil. Verpfeifen musste sie ihren kriminellen Gefährten dieses Mal nicht. Die Polizei war schneller. So addieren sich zu den 22 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung noch 100 Stunden Sozialarbeit in der Spülküche der Landesklinik sowie 1.000 € an ein Hospiz. Die Bonner Bevölkerung kann nur hoffen, dass das Vögelchen nicht noch einmal eine Anstellung findet, wo Geld eine Rolle spielt. Für einen Sinneswandel scheint es zu spät, denn die bockige Einstellung vor Gericht spricht Bände.
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#2
Die Polizei fährt jetzt in Gelb

In Oberhausen nahm sich heute morgen um kurz nach 8:00 Uhr ein 46jähriger Postbote ein Herz um einen 19jährigen Spielhallen Räuber dingfest zu machen. Dieser hatte zuvor die Spielothek in der Roonstraße mit einem Messer überfallen und die 23jährige Aufsicht gezwungen, die Kasse zu öffnen.  

Der offenbar geistig minderbemittelte Täter ergriff nicht überraschend zu dieser Uhrzeit mit magerer Beute ausgerechnet zu Fuß die Flucht. Das gab der unversehrten Aushilfe die Möglichkeit, um Hilfe zu schreien. 

Mit wachem Blick erkannte der aufmerksame Postbote die Situation sofort und folgte dem keuchenden Räuber mit seinem Dienstfahrrad bequem und ohne der Gefahr zu erliegen, ihn aus den Augen zu verlieren. Während der Fahrt gab er der Polizei seinen Aufenthaltsort durch. 

Nach wenigen Minuten erreichte ein Streifenwagen die lustige Karawane und konnte den jungen Mann im Garagenhof an der Kluckstraße einfangen.   

Ob während des kurzen Ausflugs Teile der mickrigen Beute verloren gingen, ist nicht bekannt. Im Knast wird er dennoch für eine heitere Atmosphäre sorgen. Wann bekommt man schon einen Zellenbruder zugeteilt, der von einem radelndem Postboten zur Strecke gebracht wird?  

Ein Hoch auf die Deutsche Post.
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#3
26. Februar 2018 – Groß Reken

Letzten Montag war es wieder einmal soweit. Kurz nach 3:00 Uhr morgens drangen Einbrecher zunächst unbemerkt in die Spielhalle an der Dorstener Straße in Groß Reken ein. Ihrem Berufsstand entsprechend begannen Sie ihr Nachtwerk und brachen einige Automaten auf. Weil kein menschliches Personal vor Ort war um sie zu stoppen, half die Technik aus. Die eigens zu diesem Zweck installierte Vernebelungsanlage sprang an und vertrieb die Kriminellen aus der Spielothek. Bisher blieben sie unerkannt.

26. Februar 2018 – Salach

In der gleichen Nacht wurde das Spielcasino in Salach in der Kuchbergstraße Opfer eines Überfalls. Ein bewaffnetes und maskiertes Duo bedrohte die Angestellte und zwang sie, das Bargeld herauszugeben. In einem Stoffbeutel wurde alles gut verstaut. Nach der Tat konnten die Räuber völlig unbehelligt zu Fuß fliehen.


27. Februar 2018 – Recklinghausen

Mit roher Gewalt wurde heute Nacht kurz nach Mitternacht die Spielhalle im Fuhlenbrock überfallen. Wie von Sinnen erstürmte ein kapuzinierter Revolvermann die Räumlichkeiten, hielt der Aushilfe einen Beutel und die Waffe vors Gesicht. Sprechen wollte er nicht. Mit drohenden Gesten und eindeutigen Handzeichen forderte er die arme Frau auf, den Beutel mit Bargeld zu füllen. Der fast vollkommen schwarz gekleidete, mit einem Schal vermummte Täter konnte mit der Beute fliehen.
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